Für zwei Tage Berufsfeuerwehr

01.09.2018
Category: Aktuelles JF, Ausbildung, Aktuelles

Für zwei Tage Berufsfeuerwehr, durften unsere Jugendfeuerwehrler am vergangenen Wochenende ausprobieren.

Und zwar wurde in diesem Zeitraum die erste 24 Stundenübung der JF Haarbach abgehalten.

Hierzu trafen sich alle Teilnehmer am Freitagnachmittag am Gerätehaus und wurden von den Jugendwarten in den Ablauf dieser speziellen Übung eingewiesen. Anschließend wurde ausgelost, wer bei den unterschiedlichen Einsätzen welche Funktion übernehmen wird.

Als dies erledigt war und auch die Übernachtungsmöglichkeiten im Schulungsraum klar geregelt waren, machte man sich in der Gerätehalle daran, gemeinsam Teamspiele wie Twister zu absolvieren.

Immer im Hinterkopf, das zu jeder Tages und Nachtzeit das Funkgerät zu einem Einsatz rufen könnte.

Und genau das passierte während der Spielerei auch. Die Jugendlichen wurden zur Rettung einer verschütteten Person in Haarbach alarmiert. Eilig schlupften alle beteiligten in ihre Einsatzkleidung, besetzten die beiden Fahrzeuge und fuhren mit Blaulicht und Martinshorn zum angenommenen Einsatzort. Vor Ort angekommen, erkundeten die beiden Gruppenführer die Lage und stellten dabei fest, dass tatsächlich eine Person (Dummy) unter einer Ladung Erde begraben lag. Wie aus den Übungen der letzten Jahre gelernt, wurde durch die GF´s befohlen die Patientenbetreuung, die Verkehrsregelung, die Befreiung der Person und die Übergabe an den Rettungsdienst zu erledigen, was auch auf Anhieb hervorragend klappte.

Nach Abschluss dieser Übung und als alle Gegenstände zurück in den Fahrzeugen verstaut waren, wurde durch die Jugendwarte eine kleine Resümeerunde abgehalten, bei welcher jeder Beteiligte seine Arbeit vorstellte und sagen konnte, wie es ihm dabei erging. Im Anschluss daran wurde wieder zum Stützpunkt zurückgefahren.

Kaum waren die Eindrücke vom ersten Einsatz verdaut und die Einsatzkleidung abgelegt, erfolgte bereits der nächste Einsatz, welcher sich noch vor Verlassen des Gerätehauses als Fehlalarm herausstellte. Dies empfand die Jugend zwar als nervig, aber im Alltag einer Feuerwehr kann dies jederzeit vorkommen.

Als auch dieses Thema besprochen war, wurde erst mal zum gemütlichen Teil übergegangen und Spiele gespielt.

Nach ca. zwei Stunden war es bereits wieder soweit, der nächste Einsatz rief die Jugendlichen zur Tierrettung nach Reichenöd. Dort angekommen, konnte durch die Gruppenführer eine Katze auf Heuballen festgestellt werden, welche es zu retten galt. Auch dieser Einsatz erforderte den Einsatz der gesamten Mannschaft, da auch einige hysterische Anwohner und der Besitzer der Katze zu betreuen waren, während der Rest die Rettung durchführte. Am Ende war alles gut verlaufen und die Katze konnte wohlbehalten an ihren Besitzer übergeben werden.

Zurück am Gerätehaus, war es inzwischen Abend geworden und die Einsatzkräfte von Morgen verspürten etwas Hunger. Natürlich war man auch darauf vorbereitet und der Feuerwehreigene Grill wurde angeheizt. Bei Grillfleisch, Würstl, selbst mitgebrachten Salaten usw. wurde auch der vorletzte Einsatz für diesen Tag nachbesprochen.

Daran schlossen sich wieder Spiele (wie bei der Haarbacher JF üblich Kartenspielen) an, ehe gegen 21Uhr der Funk zum letzten Einsatz rief. Hierbei wurde zu einem Kleinbrand im Freien in Ammersöd alarmiert und die JF rückte wieder in neu zusammengewürfelten Positionen aus. Auf der Anfahrt konnten die Kids, dank der inzwischen vorherrschenden Dunkelheit, bereits von weitem den Feuerschein ausmachen und freuten sich bereits das echte Feuer zu löschen. Mit zwei Kübelspitzen und vereinten Kräften, wurde wie von den Gruppenführern angeordnet der Brand abgelöscht und nach Glutnestern durchsucht. In einer anschließenden Lagebesprechung wurde wieder auf die Aufgaben der einzelnen Positionen eingegangen.

Der "Brandleider" hatte extra für unsere Jugendlichen Süßigkeiten und Getränke organisiert, welche natürlich auch noch vernichtet werden mussten, bevor es wieder zurück zum Gerätehaus ging.

Wieder zurück am Gerätehaus, wurde noch ein paar Stunden Karten gespielt, ehe gegen 24Uhr die Nachtruhe eingeläutet wurde und alle in ihre Schlafbereiche huschen mussten.

Nach einer zugegeben etwas unruhigen Nacht, wurde noch gemeinsam gefrühstückt, das Gerätehaus samt Gerätschaften wieder einsatzbereit gemacht und in einem Schlusskreis die erste 24 Stunden Übung der FF Haarbach besprochen. Hierbei durfte jeder Kritik, Lob oder Verbesserungsvorschläge anbringen, wobei man sich einig war das diese Art der Übung cool war und wiederholt werden sollte.