24h Übung

18.08.2019
Category: Aktuelles JF, Ausbildung, Aktuelles

24 Stunden Feuerwehrdienst, stand für unsere Jugendfeuerwehrler am vergangenen Wochenende erneut auf dem Programm.

Hierzu trafen sich alle Teilnehmer am Freitagnachmittag am Gerätehaus und wurden von den Jugendwarten in den Ablauf dieser speziellen Übung eingewiesen. Anschließend wurde ausgelost, wer bei den unterschiedlichen Einsätzen welche Funktion übernehmen wird.

Als dies erledigt war und auch die Übernachtungsmöglichkeiten im Schulungsraum klar geregelt waren, machte man sich in der Gerätehalle daran, gemeinsam Teamspiele zu absolvieren.

Im Anschluss an die Geschicklichkeitsspiele, wurde zum Abend hin gemeinsam gegrillt, immer im Hinterkopf, das zu jeder Tages und Nachtzeit das Funkgerät zu einem Einsatz rufen könnte.

Und genau das passierte während des Abendessens auch. Die Jugendlichen wurden zu einem Brand im Freien nach Reisach alarmiert. Eilig schlupften alle beteiligten in ihre Einsatzkleidung, besetzten die beiden Fahrzeuge und fuhren mit Blaulicht und Martinshorn zum angenommenen Einsatzort. Vor Ort angekommen, erkundeten der Gruppenführer die Lage und stellten dabei fest, dass eine kleinerer Flächenbrand zu löschen war. Wie aus den Übungen der letzten Jahre gelernt, wurde durch die GF´s befohlen eine Leitung vom Unterflurhydranten aufzubauen und mittels C-Strahlrohr den Brand abzulöschen, was auch auf Anhieb hervorragend klappte.

Nach Abschluss dieser Übung und als alle Gegenstände zurück in den Fahrzeugen verstaut waren, wurde durch die Jugendwarte eine kleine Resümeerunde abgehalten, bei welcher jeder Beteiligte seine Arbeit vorstellte und sagen konnte, wie es ihm dabei erging. Im Anschluss daran wurde wieder zum Stützpunkt zurückgefahren.

Nach dem Einsatz, wurde zum gemütlichen Beisammensein im Schulungsraum übergegangen, in welchem noch einige Spiele gespielt und dann ein Film auf der Leinwand angeschaut wurden, bevor alle die Nachtruhe antraten und einschliefen.

Wie das im Alltag einer 24 Stunden besetzten Wache natürlich jederzeit vorkommen kann, gab das Funkgerät gegen 01:30Uhr Alarm und die etwas verschlafenen Feuerwehranwärter, waren wieder gefordert in ihre Einsatzkleidung zu schlüpfen und die Fahrzeuge zu besetzen. Da das Einsatzstichwort "Ausgelöste Brandmeldeanlage bei der Firma Dräxlmaier in Vilsbiburg" hieß, war den Jugendlichen anfangs nicht ganz klar ob es sich um einen realen Einsatz handelt oder ob wirklich sie gemeint sind. Doch binnen kürzester Zeit war klar, die JF rückt dazu aus. Als alle fertig im Auto saßen und gerade die Einsatzfahrt antraten, wurde jedoch durch die "Leitstelle" Entwarnung gegeben und die Feuerwehr Haarbach wieder abbestellt. Auch das sorgte für etwas Verwirrung bei der Jugend, konnte ihnen aber schnell erklärt werden, das so etwas jederzeit vorkommen kann. Daraufhin wurde wieder zur Nachtruhe übergegangen.

Nach einer zugegeben etwas kurzen Nacht, wurde morgens gemeinsam gefrühstückt, ehe das Funkgerät zum nächste Einsatz rief. Hierbei handelte es sich um eine verletze Person in einer Grube, welche es galt zu versorgen und aus ihrer Lage zu befreien. Hierzu wurde durch den eingeteilten Gruppenführer vorbildlich befohlen, mittels Steckleiter zur Person hinunterzusteigen, und deren Verletzungen mittels Rettungsrucksack zu versorgen. Als dies erledigt war und die Person nach eigenen Angaben bereit war über die Leiter nach oben zu steigen, wurde sie noch mit einem Rettungsknoten und durch die Feuerwehr gesichert über die Leiter hinaufbegleitet und dort an den Rettungsdienst übergeben.

Nach einer kurzen Übungsbesprechung wurde ans Gerätehaus zurückgekehrt und dort alles wieder einsatzbereit gemacht und in einem Schlusskreis die 24 Stunden Übung aus diesem Jahr besprochen. Hierbei durfte jeder Kritik, Lob oder Verbesserungsvorschläge anbringen, wobei man sich einig war das diese Art der Übung cool war und wiederholt werden sollte.

Als kleine Überraschung kahm dann noch die Drehleiter der Feuerwehr Vilsbiburg zu Besuch, welche den Jugendlichen vorgestellt und erklärt wurde. Hierdurch sollte den Jugendlichen die Zusammenarbeit mit der Stützpunktwehr nahegebracht werden. Natürlich durfte auch jeder der mutig genug war mit der Drehleiter in die gewünschte Höhe hinauffahren, um Haarbach von oben sehen zu können.

Als dieses Highlight auch vergangen war, wurden die Jugendfeuerwehrler wieder von der 24 Stunden Übung entlassen und durften den Heimweg antreten.